Julian qualifiziert sich zur EM und Freddie zur NAM
Vom 11. bis 15. Mai fand der Kunststoff-Cup in Warnemünde statt, die Qualifikationsregatta zur WM in Napier, Neuseeland (30.12.11 - 10.01.12), zur EM in Tavira, Portugal (2.7. - 10.7.11), zur NAM in Los Angeles, USA (29.6. - 7.7.11) und zum Deutsch-Französischen Jugendwerkes (DFJW). Von den besten 80 Opti-Segler/innen aus Deutschland stellt der PYC 10 Segler/innen und ist damit der erfolgreichste Verein Deutschlands.
Um die internationlen Tickets segeln Muriel Schröder, Leonie Eichhorst, Chiara Kloten, Julian Patrunky, Jonas Nelle, Frederick Eichhorst, Moritz Paschen, Soenke Jordan und die beiden jüngsten der WMA/EMA Lucas Schlüter und Niklas Mügge.
Bereits am Wochenende 7.-8. Mai waren wir zum Vorbereitungstraining in Warnemünde, so dass wir am Mittwoch Nachmittag ohne Boote anreisen konnten. Nach der Vermessung der Optis, Segel und sonstigem Equipment erfolgte noch die offizielle Anmeldung, das Abendessen und die Besprechung der Segelanweisung.
Nach der Eröffnung der WMA/EMA am Donnerstag morgen im Warnemünder Segel Club gings gleich aufs Wasser. Erste Übung: selbstständiges Ein- und Austragen in der Sicherheitsliste. Einige bewältigten dies nur mit Hilfe. Der geplante Start um 12.00 Uhr zur erste Wettfahrt konnte nicht erfolgen, da im Laufe des Einsegeln der Wind weiter nachließ und aufgrund des starken Strom von 20 Metern/Minute keine Kreuz möglich gewesen wäre. Nach 2 Stunden Startverschiebung auf dem Wasser fuhren wir zurück in den Hafen und mussten den Tag ohne eine Wettfahrt beenden.
Am Freitag konnte planmäßig um 10.30 Uhr bei Südwestwind von 2-3 Bft, kurzer Welle und mittleren Strom der Start zur ersten Wettfahrt erfolgen.
Julian mit Platz 4 und Freddie mit Platz 6 gelang der perfekte Einstieg. Da die erste Wettfahrt sehr dicht am Land war, wurde der Kurs verlegt. Nach erneutem Check und Besprechung begann der Start zur zweiten Wettfahrt. Nach einem super Start kam Niklas als 5. mit Chiara und Freddie an Tonne 1 an. Freddie war 2. musste aber wegen Tonnenberührung kringeln. Aufgrund des geringeren Stroms musste die zweite Kreuz über links (Landseite) gefahren werden. Niklas und Freddie hielten sich nicht konsequent daran und verloren, Juli und Lucas schon und holten auf. Im Ziel war Chiara auf 5, Niklas 11, Juli 12, Freddie 14 und Lucas 18.
Trotz des nachlassenden Windes wollte die Wettfahrtleitung noch eine dritte Wettfahrt segeln. Beim dritten Frühstart traf es Jonas und Freddie.
Nach 20 Minuten ankämpfen gegen den Strom ohne die Tonne 1 zu erreichen, wurde die Wettfahrt abgebrochen. Leider kein Trost für die Frühstarter, diese dürfen morgen trotzdem nicht mitsegeln. Muri war mit Platz 18 und 22 nicht ganz zu frieden und wollte morgen angreifen.
Nächster Start am Samstag wieder um 10.30 Uhr. Bei einem Sonne-Wolken-Mix weht der Wind um 3 Bft vom Land. Dies bedeutet kleine Wellen und Boen mit Winddrehern. Der Strom spielt heute mal keine Rollle. Die Bedingungen sollte vor allem den kleineren zu gute kommen.
Aufgrund der 12 Frühstarter vom Vortag ist die Startlinie heute leerer. Dies machten sich gleich die kleineren zu nutze. Nach gutem Start und perfekter Kreuz rundete Lucas als 1., Soenke als 5. Niklas als 7. und Moritz als 13. die Tonne 1. Bis auf Lucas konnten alle ihren Platz halten. Er wurde leider kurz vor dem Ziel noch vom Spitzenreiter Marcin abgefangen.
Nach kurzer Pause und Besprechnung gings weiter, schließlich wollte der Wettfahrtleiter heute so viele Rennen wie möglich schaffen. Dieses mal kam Moritz am besten weg und segelt als 5. durch Ziel vor Freddie auf 10, Leonie 12, Lucas14 und Soenke 15. Super Ergebnis!
Nicht ganz....Wieder ein Frühstart und diesmal wurde Juli erkannt.
Die Bedingungen wurden immer wechselhafter und die kleinen hatten immer größere Schwierigkeiten vom Start wegzukommen. Nur Moritz konnte sich in der 5. Wettfahrt als 15. vorne Platzieren.
Die Ergebnisliste nach 5 Wettfahrten ohne Streicher war eine riesen Überraschung: Soenke 5, Lucas 7 und Moritz auf Platz 9! HAMMER! Wer hätte das gedacht???
Aber noch war nicht Schluss. Heute wurde noch Wettfahrt Nr. 6 gesegelt. Juli ließ sich von seinem Frühstart nicht irritieren und segelte als bester auf Platz 7. Alle anderen hatten nicht den starken rechtsdrecher am Start gesehen und hatten keine Chance auf eine gute Platzierung.
Muri und Jonas erwischten heute einen raben schwarzen Tag, so dass die erhoffte EM in weiter Ferne rückte. Aber morgen ist auch noch ein Tag! Nicht Aufgeben!!!
Zwischenstand nach 6 Wettfahrten mit einem Streicher:
Julian 7, Soenke 11, Moritz 15, Lucas 21, Freddie 25, Chiara 26, Muri 27 und Leonie 32.
Auch am entscheidende Sonntag begann der erste Start wieder um 10.30 Uhr. Erstmals richtige Seebedingungen mit 4-5 Windstärken aus West, mittleren Seegang und wieder Strom. Heute waren wieder die größeren am Zug. Noch können die kleineren bei diesen Bedingungen nicht mithalten.
An Tonne 1 liegt Freddie auf 10 und Muri und Leonie etwas dahinter und dann verpasst Muri trotz Innenposition die Leetonne und verliert viele wertvolle Plätze und wird nur 41 im Ziel....was für ein Pech....Freddie wird 9., Jonas 13., Leonie 16. und Juli 23.
Kurze Pause schließlich ist um 14.00 Uhr die letzte Startmöglichkeit.
In der nächste Wettfahrt erwischt Freddie einen super Start und geht als 3. um Tonne 1, kurz dahinter Muri. Auf der Zielkreuz schnappte sich Freddie noch die beiden Führenden und gewinnt die 8. Wettfahrt, Muri ohne Panne wird 5. Geht doch....vielleicht gibt es doch noch eine Chance???
Die letzte und entscheidende Wettfahrt steht kurz bevor. Keiner der sich zur WM und EM qualifizieren möchte darf sich einen Patzer erlauben.
Leider lief diese Wettfahrt nicht so gut....Julian konnte sich als bester auf Platz 16 vorsegeln und sichert sich damit das ersehnte Ticket für die Europameisterschaft in Portugal.
HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!
Gleichzeitig wurde Julian in die Jüngsten-Nationalmannschaft des Sailing Team Germany berufen!
Freddie konnte sich am letzten Tag um 9 Plätze in der Gesamtwertung verbessern und schaffte damit die Qualifikation zur Nordamerikanischen Meisterschaft in Los Angeles!
HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!
Aufgrund der Windbedingungen am letzten Tag ruschten die kleine nach hinten. Trotzdem habt ihr eine ganz starke Leistung gezeigt und eure Stunde wird im nächsten Jahr schlagen.
Hier das Endergebnis der WMA/EMA mit den besten 80 Seglern:
10. Julian Patrunky
16. Frederick Eichhorst
21. Muriel Schröder
25. Chiara Kloten
38. Moritz Paschen



