Freddie 20. bei der Nordamerikanischen Meisterschaft
Der 20. Platz von Freddie bei der Nordamerikanischen Meisterschaft ist das zweitbeste Ergebnis, dass je ein Deutscher gesegelt ist. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! Hier sein Bericht:
Vom 29. Juni 2011 bis zum 07. Juli 2011 habe ich mit 3 weiteren Seglern (Philipp Loewe, Eric Malach und Jannis Nacke), Deutschland bei den Nordamerikanischen Meisterschaften in Los Angeles in der Bootsklasse Optimist vertreten. Neben der Einzelwertung sind wir auch als Nationalteam im Teamrace an den Start gegangen.
Teilnehmer waren u.a. Japan, Neuseeland, Kanada, Brasilien, Ecuador, Mexiko usw.
Nach 26 Stunden Reisezeit sind wir endlich in unserem Hotel in L.A. angekommen. Wir flogen über New York und hatten dort 5 Stunden Aufenthalt. Unser Hotel war klasse und wir waren immer vor dem Frühstück im Pool.
Am ersten Tag sind wir nach dem Frühstück zum Cabrillo Beach Yachtclub gefahren und haben unsere Charterboote besichtigt (Winner 3D Star) und haben uns ein wenig Los Angeles angeschaut und kämpften mit dem jetlag.
Am nächsten Tag sind wir durch die Vermessung und konnten das erste Mal die Pazifikwelle testen. Delfine begleiteten uns beim Training, Seelöwen schauten uns zu, echt cool.
Wir besichtigten Hollywood, walk of Fame, Beverly Hills und vieles mehr. Zu mehr war keine Zeit, wir wollten uns ja weiter vorbereiten, Revierkunde, Wellentechnik usw.
Bei der opening ceremony durfte ich deutsche Flagge tragen. Es sprachen viele Offizielle und es war ziemlich festlich.
Danach hatten wir unser practise race bei super Bedingungen. 5 bft, strahlendblauer Himmel und unser speed stimmte, ich wurde 3. Wir waren richtig heiß und sind pünktlich zum Leistungsschlaf.
Die races waren ein ständiges auf und ab für mich. Nach einem „Sicherheitsstart“ segelte ich mich doch noch im ersten Rennen auf einen 2. Platz. Danach kassierte ich im 2. Rennen 3 Sekunden vor dem Startsignal die Gelbe Flagge, wo alle schon anzogen und entschied mich dann, um aufzuholen gegen die rechte Einbahnstraße, was dann auch ganz in die Hose ging. Hier läuft alles über rechts und wer am Start nicht gut wegkommt hat schon verloren.
Der 2. Wettfahrttag mit 3 Top Ten Ergebnissen lief für mich gut und ich freute mich schon auf den nächsten Tag, wo wir beim Nations Cup endlich im Team Race an den Start gehen konnten. Wir konnten vorher nicht miteinander Team Race trainieren und auch nur Philipp und ich hatten Team Race Erfahrung. Dennoch gelang uns ein super 4. Platz. Wir waren ein echt geiles Team und nur der Gewinner stoppte uns und die Südamerikaner können alle Team Race segeln!!!
Unseren spare day verbrachten wir natürlich auch im und am Wasser:
Wir hatten die einmalige Gelegenheit mit einem 40 Fuß Zweimaster auf dem Pazifik zu segeln und konnten beim Start des legendären TRANSPAC Race dabei sein. Das Transpacific Ocean Race geht von L.A. nach Hawaii.
Anschließend gab es noch eine Party am Yachtclub und Bodysurfing in den Wellen des Pazifiks und chillen am Strand war angesagt.
Am nächsten Tag sah es eigentlich für mich mit 1-4-15 gut aus, aber mit dem Blick auf´s schwarze Brett war der 4. dann ein BFD.
Am letzten Tag konnte ich mich noch in die TOP Twenty schieben. Ich beendete somit die NAM als 20. Insgesamt kann ich aber zufrieden sein. Es ist das zweitbeste Ergebnis, was ein Deutscher bei den Nordamerikanischen Meisterschaften eingefahren hat!!!
Es war für mich als Zwölfjähriger eine Super Erfahrung, seglerisch werde ich sicher sehr profitieren und mein großer Traum war es schon immer, einmal nach L.A…und meine Optifreunde round the world werden auch immer mehr.
Ich danke dem Potsdamer Yacht Club, der Freddie goes to Hollywood möglich gemacht hat und WINNER, Gerd Eiermann, Marinepool und Landenberger Sailing für ihre immer Klasse Ausstattung und natürlich allen anderen Unterstützern, family, Trainern, meinen Teamkollegen, die an mich glauben und immer gute Nerven mit mir haben...ich bin lieber schneller auf´m Wasser…
Euer Freddie
GER 12953


