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Doppelsieg bei Deutscher Juniorenmeisterschaft im 470er

djom_2011_magnus_moritzMagnus Masilge / Moritz Klingenberg sind Deutsche Juniorenmeister 2011 im 470er und Florian Dziesiaty / Lasse Gülzow sind deutsche Junioren-Vizemeister geworden! HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH !

 

Im Rahmen des Young European Sailing (YES) in Kiel/Schilksee fand am Pfingstwochenende unsere 470er Juniorendeutsche statt. Die Wettfahrtleitung wurde vom NRV gestellt und wir reisten mit hohen Erwartungen an. Die Wetterprognose für die kommenden Tage wirkte eher schwach und es war fraglich, ob wir alle geplanten 11 Wettfahrten zustande bekommen würden. Nichtsdestotrotz gingen wir jedes Rennen hochmotiviert an. Am ersten Tag konnten wir 2 Wettfahrten über die Bühne bringen bei relativ böigen und drehigen Winden. Die Ergebnisse am Ende des Tages spiegelten nicht unsere erbrachte Leistung wieder, da wir im ersten Rennen durch ein Missverständnis den Regattakurs an 4. Stelle falsch absegelten und das Rennen aufgaben. Im letzten Rennen des ersten Tages kannten wir dann den Kurs und konnten die Wettfahrt mit einem entspannten Vorsprung gewinnen. Als 17. von 34 Booten gingen wir dann zu Bett und hofften darauf, dass es noch einen Streicher geben würde. Am nächsten Tag stellte der Wind die Nerven aller Segler und auch die der Wettfahrtleitung unter Zerreißprobe. Anfangs war der Wind flau und drehte hin und her, wechselte dann auf nichts und setzte dann gegen abends wieder ein - sprich : am morgen rausgefahren, Startverschiebung in Hafen gesetzt, wieder 2 Stunden gewartet und am Nachmittag noch einmal ausgelaufen für 2 Rennen. Hier kann man einmal anführen, dass der Wettfahrtleiter nicht imstande war an diesem Tag einen Kurs auszulegen und so musste man oftmals sich nicht einmal Gedanken über eine Seitenwahl machen, da es eh von Boje zu Boje Anlieger waren. Danke dafür.

Trotz zuwiderer Bedingungen, wie schwankende Winde und Starts und Kurse, die einem Wettfahrtleiter, der eine deutsche Meisterschaft ausrichtet, nicht würdig waren, konnten wir 2 mal den 5. Platz ersegeln.

 

Im Gesamtklassement konnten wir uns auf den 8. Platz vorfahren, wobei wir immernoch unser aufgegebenes Rennen nicht Streichen konnten und der letzte Regattatag begann.

 

Es versprach sehr knapp zu werden, da gleich mehrere Mannschaften Chancen hatten zu gewinnen: zwei Teams aus Polen, GER 99 Simon/Heitzig, GER 5026 Dziesiaty/Gülzow (ebenfalls aus dem PYC) und ein schwedisches Team. Diesmal lag der Kurs einigermaßen gut, wenn man von der Startlinie absah. Der Wind passte und der Wettfahrtleiter entschied an diesem Tag noch 3 weitere Rennen zu segeln. Im ersten Rennen war der Start entscheidend. Aufgrund des enormen Druck einen guten Start hinlegen zu müssen, gab es einen Allgemeinen Rückruf und die nächste Startsequenz wurde mit der Schwarzen Flagge gestartet. Da wir uns schon einen Streicher eingehandelt hatten, starteten wir etwas verhalten und konnten somit „nur“ einen 5. Platz nach Hause fahren. 3 Der anderen Topkandidaten ersegelten auch gute Platzierungen, was es nicht gerade entspannter machte zu segeln. Die Rechnung bekamen wir gleich im nächsten Rennen zu spüren, wo wir einfach zu verkrampft segelten und einen eher beschämenden 11. Platz hinlegten. Die Hoffnung auf einen Gesamtsieg war eigentlich schon gestorben und wir beschlossen zum Ende der Regatta wenigstens noch ein sehr gutes Rennen zu fahren. Der Start verlief mittelmäßig und wir konnten uns an Boje 1 an 8. Stelle wiederfinden mit Anschluß nach vorne. Durch einen guten Vorwindspeed segelten wir uns dann im Innerloop auf Platz 5 vor und fuhren auf der zweiten Kreuz Richtung Tonne 1 auf den ersten Platz vor, wobei auch die glückliche Platzierung der Windkanten dabei half. Bis ins Ziel konnten wir dann den Platz halten und noch im 420er Feld, was vor uns gestartet wurde, auf Platz 3 vorfahren. Im Ziel waren wir froh, dass wir wenigstens noch einmal gezeigt hatten, dass wir segeln können. Als unser Trainer jedoch zu uns ankam und meinte wir hätten jetzt doch noch gewonnen, konnten wir es bis zur Preisverteilung nicht wahrhaben, da wir alles mit dem vorletzten Rennen abgeschrieben hatten. Glücklich überrascht hatten wir am Ende dieses recht abwechslungsreichen und spannungsreichen Tages die deutsche Juniorenmeisterschaft in Kiel gewonnen.

 

An der Stelle möchte ich auch noch einmal unserem anderem Potsdamer Team Florian Dziesiaty und Lasse Gülzow gratulieren, die eine gleichermaßen starke Leistung abgerufen haben. Verdient geht somit ein Doppelsieg bei der Juniorenmeisterschaft an den Potsdamer Yacht Club.

 

Hier die Ergebnisliste: http://results.regatta-info.de/result_details.php?results=2011-06-13_470_Wettfahrt_7_Extra.xml&geschlossen=13