Trainingslager Portorož / Slowenien vom 22.03-01.04 2024

09. April 2024
Kategorie: 
Jugend

Zum Start der Saison sind 10 Opti-As und 6 Opti-Bs zusammen ans Mittelmeer, für 10 Tage nach Portorož gefahren. Das Trainingslager begann damit, dass der Bus mittags am letzten Schultag vom Pachtgelände im Regen startete und die Vorfreude auf gutes Wetter riesig war. Um 23:00 Uhr kam die erschöpfte Bus-Crew dann im Nachtlager in Bayern an. Um 7 Uhr morgens wurde dann nach einer kalten und kurzen Nacht die Dorfbäckerei gestürmt, was die Bäckerin etwas überforderte. Nach weiteren sechs Stunden Fahrt und kurz vorm Ziel gab es einen kurzen Schreckmoment im Bus: Kontrolle auf der Autobahn in Slowenien, aber: alles bestens.

Gestärkt durch eine „üppige“ Mittagspause wurden nach Ankunft die Boote und die zwei Mobos abgeladen und die Taschen auf die Zimmer gebracht. Geschafft! 14 Stunden Autofahrt lagen hinter uns. Mit richtig gutem Wetter starteten die motivierten Segler*innen in die ersten beiden Trainingstage. Bei stabilem Mittelwind übten die As und Bs separat mit den beiden Trainern Johannes und Merlin. Die erfahrenen As, die das Revier aus dem letzten Jahr schon kannten, halfen den Bs dann erstmal beim Aufbauen und Trimmen. Alles startklar? LOS GINGS

Am dritten Tag verließ uns das gute Wetter leider endgültig und es regnete wie aus Eimern. Trotzdem gab es einen tollen Start in den Tag dank Carl’s Geburtstag! Mit Hilfe des gesamten Frühstücksaals in unserem Hotel sangen wir für ihn Happy Birthday. Da es weiter regnete, sackte die Stimmung in den Keller, die unser Trainer dann mit Musik und einem Bootstausch wieder hob. Dabei bewiesen auch die Trainer ihr Können im Optimisten. Nach drei erfolgreichen Trainingstagen, gönnte uns das Trainerteam einen freien Nachmittag im hoteleigenem Blubberbad (Pool). Am Abend gingen wir mit allen begleitenden Eltern in eine Pizzeria, wo wir auf das Geburtstagskind anstießen.

Am nächsten Morgen gab es erstmal eine lange Besprechung zu der Regatta, der 30. Sailing Point Easter Regatta mit insgesamt 530 Teilnehmenden. Obwohl die Lunchpakete von den Eltern bereitstanden und die Boote aufgebaut und getrimmt waren, informierte der Wettfahrtleiter die Segler*innen, dass er den Start verschieben müsse und auf ein besseres Windsystem hoffe. Als Sturmwarnungen angekündigt wurden, entschieden wir uns in die Lobby unseres Hotels zu gehen und dort den Regen abzuwarten und Gruppenspiele zu spielen. Da es zwei Stunden später immer noch in Strömen regnete und die Sturmwarnung nicht aufgehoben werden konnte, entschied der Wettfahrtleiter an diesem Tag kein Rennen mehr zu fahren. Am Nachmittag gab es beim gastgebenden Verein, dem JK Pirat, eine Portion Pasta. Anschließend ging die ganze Gruppe wieder ins Blubberbad (Pool). Einige mutige Kinder haben sich auch einen kleinen Abstecher und ein Bad im Mittelmeer getraut. Anschließend – und wie jeden Abend - gönnte sich Johannes ein alkoholfreies Bier und wir durften Wasser trinken.

Nach dem Abendessen spielten wir gemeinsam eine Runde „Activity für Arme“ – hierzu ein Zitat von Hugo: „eine Garage nur tiefer…“: Tiefgarage. Dann ging es auch schon zügig ins Bett.

Der zweite Regattatag empfing uns mit bis zu 20 Knoten Wind. Das Ablege-Manöver wäre ohne unsere Eltern kaum möglich gewesen, da die schwimmende Plastikrampe auf Metallgestell von Tag zu Tag kaputter und gefährlicher wurde. Dazu später mehr. An diesem Tag schafften wir immerhin drei Wettfahrten. Doch da der Wind einschlief, kam die letzte Fliet erst nach 18 Uhr in den Hafen zurück.

Am Samstag weckten wir Merlin zu seinem 20. Geburtstag mit einem mehrfachen Happy Birthday. Für diesen dritten Tag war leider auch wenig Wind vorhergesagt. Nach einer Stunde Startverschiebung begann dann doch das 1. Rennen. Nachdem die ersten 4. Fliets es geschafft hatten, musste die 5. Gruppe dann auf Vorwind statt mit Amwind ins Ziel treiben. Nachdem wir weitere zwei Stunden Warterei hinter uns hatten (einige Teams waren schon in den Hafen zurückgekehrt und hatten bereits abgebaut!!) und immer noch kein Wind in Sicht war, entschied der Wettfahrtleiter es an einer anderen Stelle des Gebiets zu versuchen. Nachdem die 1. Fliet gestartet war, musste die Wettfahrt schon wieder abgebrochen werden, da der Wind komplett einschlief. So waren wir gegen 16 Uhr im Hafen und konnten noch Geburtstagskuchen essen.
Der letzte Tag brachte gemischte Gefühle bei uns auf. „Ballermann“ (sehr viel Wind) mag manch eine und manch einer nicht. Das Ablegen wurde nun ja auch von Tag zu Tag schwieriger, da die schwimmende Rampe nur noch aus einzelnen Teilen bestand. Als es zu gefährlich wurde, legten wir an einem kleinen Strand an und ab. Doch auch dort war das Ablegen nicht einfach, da die Wellen schnell und unkontrolliert ankamen. Trotzdem schafften wir es aufs Wasser, wo direkt die einige von uns kenterten. Nachdem dann auch noch eine Schot riss, entschied Johannes, dass die jüngeren As auch mit zu den Bs, die von Anfang an im Hafen geblieben waren, reinfahren sollten, um vom Motorboot aus die Regatta verfolgen zu können. Die erfahrenen Segler*innen fuhren ganze drei Rennen mit Wind bis zu 29 Knoten. WOW! Als alle gegen 16 Uhr heil im Hafen anlegten, konnten wir uns gerade noch umziehen und dann direkt zur Siegerehrung gehen. Unser bester Segler war Hugo auf dem 186. Platz, knapp am Goldfliet vorbei. Aber trotzdem echt STARK! Das Verladen ging – trotz strömendem Regen - schnell und da alle sehr müde waren, gingen wir nur noch unsere Taschen in den Bus räumen und dann direkt ins Bett. Morgens wurden die Bus-Kinder um 4 Uhr (morgens) geweckt und es ging direkt los. Die Rückfahrt verlief (die auf einen kleinen erschreckenden Aprilscherz) reibungslos. Das Trainingslager war sehr schön und vom Wind her war für jeden etwas dabei. Als Saisoneinstieg also perfekt 

 

///geschrieben von Lilli, Ebba und Immo im Name der gesamten Crew!///

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