Segelbundesliga

Bericht zum Bundesligaevent Ende August in Berlin

Sollte ich ein Buch über das vergangene Bundesliga-Event am Wannsee schreiben, ich würde es „Kämpfen und Hoffen“ nennen. Gekämpft wurde unermüdlich  -  drei Tage lang, bei drehenden, böigen Winden. Jedes Rennen war anders, mal ging es über links, mal über rechts, mal über beide Seiten. Der Westwind sorgte dafür, dass auf dem Kurs der zweiten Segelbundesliga zwei Windsysteme des Wannsee stritten. Es lag an uns, zu analysieren, wer gewinnen sollte. Die Böen und Dreher mussten ständig aufmerksam beobachtet, die Taktik permanent angepasst werden. Ein Rennen war nie beendet, bevor man über die Ziellinie segelte, unzählige Läufe wurden auf dem letzten Vorwindschlag entschieden. Leider gelang es uns an den ersten beiden Tagen in zwei von zwölf Rennen nicht, die vorderen Plätze zu halten und so mischen sich in die an sich gute Serie der ersten bis dritten Plätze zwei sechste Plätze. In der Segelbundesliga gibt es keinen Streicher, jeden einzelnen Punkt muss man mit in die Wertung nehmen. Dann heißt es also hoffen: dass auch andere Teams sich mal einen Patzer erlauben, und dass die Böe auf der eigenen Seite im nächsten Rennen durchhält. Am Sonntagmorgen stiegen wir motiviert und mit Chancen auf den zweiten Gesamtrang  auf die J70, nur um der Serie einen weiteren letzten Platz und einen Frühstart hinzuzufügen. Das Treppchen rückte damit traurigerweise außer Reichweite, doch schafften wir es noch, uns auf den 5. Gesamtrang vorzuschieben. Damit sind wir sehr zufrieden, auch wenn wir uns nach zwei Tagen etwas mehr erhofft hatten. Die Bedingungen waren schwierig, die Stimmung im Team dafür umso besser. Bedanken möchten wir uns bei allen, die das Event verfolgt haben: im VSaW, zuhause am PC, in den sozialen Netzwerken oder vom Wasser aus. Besonderer Dank gilt unseren Unterstützern auf der „Pütz“, die uns an allen drei Tagen mit gedrückten Daumen, Tipps, aufmunternden Worten und Jubelrufen zur Seite standen. Das nächste und letzte Event der zweiten Segelbundesliga 2018 findet in drei Wochen in Kiel statt.

 

Vorbericht für das Bundesliga Event am letzten Augustwochende 2018

Sonnenschein, Hitze, wenig Wind: durch diese Merkmale zeichnet sich normalerweise der Spieltag der Segelbundesliga in Berlin aus, der Jahr für Jahr im August auf dem großen Wannsee stattfindet. Die Vorhersagen für dieses Jahr sehen etwas anders aus: bei bewölktem Himmel und sieben bis elf Knoten werden die Segler am kommenden Wochenende um einen Platz auf dem Treppchen kämpfen.

In der ersten und zweiten Segelbundesliga gehen jeweils 18 Teams an den Start. Ausgerichtet wird der Spieltag vom VSAW, die Teams der beiden Ligen segeln auf getrennten Kursen. Der Potsdamer Yacht Club liegt aktuell auf dem Gesamtrang 11 in der zweiten Segelbundesliga. Berlin ist der vierte von insgesamt fünf Spieltagen. Die gute Nachricht: zu den Abstiegsplätzen sind es 20 Punkte Abstand, zu den Podestplätzen hingegen nur zehn.

Zur Vorbereitung auf das Event am Wochenende hat das Team um Martin Metzing (Steuermann), Luisa Schumann (Taktik), Leonie Eichhorst (Trim) und Moritz Kahl (Vorschiff) schon intensiv auf dem Wannsee trainiert. An sieben Trainingstagen wurden Manöver geübt, Situationen durchgesprochen, Bewegungsabläufe abgestimmt und der Bootspeed optimiert. Martin, der schon seit dem ersten Tag für den PYC Bundesliga segelt, hat auf dem Wannsee segeln gelernt und kennt das Revier wie seine Westentasche. „Bis jetzt sind wir in jeder Bundesliga-Saison mindestens einmal auf dem Treppchen gelandet. Ich würde mich freuen, wenn wir diese Auflage hier in Berlin erfüllen könnten“, erzählt der ehemalige Matchracer mit einem Grinsen.

Luisa „Lulu“ Schumann ist vielen aus dem PYC als Optitrainerin bekannt – seit sieben Jahren arbeitet sie als Trainerin für den Verein, seit vier Jahren leitet sie gemeinsam mit Thomas Läufer/Katharina Steinmüller die Opti-B-Gruppe. Während sie noch am Freitag die Optikinder in Warnemünde mit Tipps versorgte, muss sie sich jetzt wieder auf sich selbst konzentrieren, wie die 25-jährige berichtet: „Ich saß letztes Jahr schon einmal auf der Taktiker-Position und war mit dem Event nicht zufrieden. Dieses Jahr möchte ich versuchen, vorausschauender zu segeln und Martin ständig mit Informationen zu versorgen.“

„Wundert euch nicht, wenn ich ab und zu etwas auf Englisch rufe!“ begrüßte Leonie Eichhorst ihr Team am ersten Trainingstag Anfang Juli. Die ehemalige 420er-Seglerin hat die letzten zwei Jahre im australischen Sydney gelebt und dort viel Erfahrung auf Kielbooten gesammelt. Mit dem Frauenteam in Sydney nahm sie an Matchrace-Regatten teil und segelte außerdem 49er, Elliott, Etchell und viele andere Bootsklassen. Ihr letzter Einsatz für den Potsdamer Yacht Club war bei der Juniorenbundesliga 2016, als das Team des PYC den ersten Platz belegte.

Der „Fockaffe“ des Teams, Moritz Kahl, hat mit Abstand die meiste Zeit auf der J70 verbracht. Er segelt regelmäßig J70 Klassenregatten, startete bei der J70 Barcelona Winter Series sowie bei der Europameisterschaft der Klasse und ging für de PYC schon bei dem ersten Spieltag am Bodensee an den Start. Gennaker packen, Fallen sortieren und Kränkung für Rollmanöver erzeugen sind bei Moritz schon in Fleisch und Blut übergegangen.

Am Dienstag sowie am Donnerstag trainieren wir noch einmal gemeinsam und freuen uns dann auf den Start des Events am Freitag, 24. August. Besonders freuen wir uns aber natürlich über alle, die entscheiden, beim Familienboot mal wieder die Leinen los zu werfen und uns auf dem Wasser anzufeuern. Die Rennen sind immer gut von Land aus zu beobachten und im VSAW gibt es Live-Übertragung mit Moderation. Ergebnisse gibt es auf www.sapsailing.com, eine Livestream online auf www.segelbundesliga.de.

 

Berichte zur 1. Bundes-Liga 2017

Nach einem windigen und durchwachsenen Start in den dritten Spieltag der Segelbundesliga im Rahmen der Kieler Woche, konnten wir (Moritz Kahl, Sebastian Freytag, Moritz Klingenberg, Moritz Paschen) am zweiten Tag ein kleines Comeback feiern und den Tag mit einem ersten Platz eröffnen und auch wieder mit einem ersten Platz beenden. Allerdings rissen wir am dritten und letzten Tag wieder ein, was wir uns am Tag zuvor so mühselig aufgebaut hatten. Schlussendlich wurden uns diskutable Entscheidungen der Jury und Abstimmungsprobleme im Team zum Verhängnis, wodurch wir auf dem 16. Platz von 18 Teilnehmern landeten. Über die ersten drei Events dieses Jahres kristallisiert sich immer mehr heraus welche strukturellen Änderungen in unserem Training Einzug halten müssen und auf welche Aspekte besonderer Wert gelegt werden sollte um wieder konkurrenzfähig zu werden. 

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Ein durchwachsenes erstes Bundesligawochenende in Prien am Chiemsee liegt hinter dem Team des Potsdamer Yacht Club. Sowohl das Wetter als auch die Ergebnisse auf dem Wasser zeigten, dass bei der Segelbundesliga alles möglich ist, dass zwischen sonnigen Momenten und bitterer Kälte sowohl wettertechnisch als auch seglerisch nur wenige Stunden vergehen können.

Doch der Reihe nach ... Unser Team (Steuermann: Martin Metzing, Taktiker: Julius Adomeit, Trimmer: Moritz Klingenberg, Vorschiff: Erik Schlaaff) machte sich am Donnerstagnachmittag, dem 27.04. vom Potsdamer Yachtclub auf den Weg zum Bayrischen Chiemsee, an dem der erste Spieltag der Segelbundesliga stattfand. Vor Ort erwartete uns im Chiemsee Yacht Club eine gut organisierte Veranstaltung, bei der wir an drei Regattatagen insgesamt 15 Rennen fuhren.

Der erste Regattatag begann bei eiskalten Temperaturen um -2 Grad und Schneefall. Nicht nur die Hände und Füße wurden bei dem ständigen Wechsel zwischen Clubrestaurant und Regattakurs warm und kalt, sondern auch die Ergebnisse gingen ständig auf und ab. Oft entschieden bei den engen Rennen in der ersten Liga Kleinigkeiten über einen Platz an der Spitze oder am Ende des Feldes. So fanden wir uns nach dem ersten von drei Tagen auf Platz 13 der Tabelle mit insgesamt 18 Teams wieder. Der zweite Regattatag begann sonnig, die Temperaturen waren leicht gestiegen und wieder ging es bei leichten drehenden Winden mit den J-70 Booten um den Regattakurs. Unser Team endete an diesem Tag auf Platz 12 der Tabelle. Am dritten und letzten Regattatag wollte wir noch ein paar Plätze in der Tabelle nach oben klettern, jedoch sorgten ein Frühstart und zwei schlechte Platzierungen für den insgesamt 16. Tabellenrang. Das Team steckt nach dem ersten von insgesamt sechs Spieltagen jedoch keinesfalls den Kopf in den Sand, sondern analysiert die Fehler und wird weiter hart arbeiten, um in der Gesamttabelle am Ende eine bessere Platzierung zu erreichen.

Der nächste Bundesligaspieltag findet bereits vom 25. bis 27.05. in Lindau am Bodensee statt.

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Bundesliga – Aufstieg perfekt!

Der Aufstieg ist perfekt. Nach drei Jahren in der 2. Liga ist der PYC aufgestiegen. Freddie Eichhorst (17) an der Pinne, Moritz Paschen (17, Taktiker), Moritz Klingenberg als Oldie am Gennaker (24) und Leander Kamm (18) auf dem Vorschiff haben in der Relegation in Hamburg den zweiten Platz belegt, der zum Aufstieg in die erste Liga berechtigt. Was für ein toller Erfolg nach der Achterbahn der Ergebnisse in diesem Jahr. Wir gratulieren herzlich und werden das gebührend feiern!  Damit nicht genug. Morgen kämpft das Team in leicht veränderter Zusammensetzung (Paul Pox statt Moritz Klingenberg) um den Sieg in der Juniorenbundesliga, die ebenfalls in Hamburg ihr Finale bestreitet. Hier die Ergebnisse der Relegation, die mit starken Team besetzt war.

Wir gratulieren allen Beteiligten zu diesem tollen Erfolg!

Für alle Fragen über das Bundesliga-Team stehen den Klubkameraden Jens Hartwig und Luisa Schumann zur Verfügung.
 

Potsdamer Yacht Club BuLi Team - erstes Training 2016

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